Signiture of artist Hans Liska

Liska an der Front bei Leningrad, Okt 1942

Der Entschluss, Zeichner zu werden, entbrannte in ihm, als er aus einer amerikanischen Hilfsspende Zeichenmaterial geschenkt bekam. Nach einigen Jahren als gelernter Buchhalter fand er schließlich über die Musik den Weg an die Kunsthochschule. Von der Kunstgewerbeschule weg wurde er aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten nach St. Gallen in der Schweiz als Atelierleiter einer großen Werbeagentur gerufen.

Ausgestattet mit einer großen Portion Humor war Hans Liska immer auf der Suche neugierig forschend, brennend, stets dem Wesentlichen in der Wirklichkeit,  in den Menschen und Dingen auf der Spur.  Mit seinem unvergleichlichen Mut zur Individualität, kritischer Skepsis und seinem eigenwilligen Charakter standen stets die Individuen im Vordergrund seiner Arbeit.

Durch seine Arbeit während des Krieges und später für Mercedes und andere namhafte deutsche Unternehmen wurde Liska weltberühmt. Jeden Tag arbeitete er an seinem einzigartigen Oeuvre, das er gerne mit der Welt teilte.

Ein bewegtes Leben

Geboren in Wien

19 November 1907

Hans hatte eine unbeschwerten Kindheit als Sohn eines Briefträgers und der ersten Metzgermeisterin Wiens. Als gelernter Kontorist erarbeitete er sich durch Klavierkonzerte den Weg zur Bildenden Kunst.

Kindheit und Jugend bis 1926

Wien, Österreich

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1926 - 1929

Kunstgewerbeschule Wien

1930 - 1933

Schweiz

Dreijähriges Studium unter Prof. Ferdinand Spiegel und erste Arbeiten für die große Berliner Illustrierte des Ullstein Verlags. Nur wenige Werke aus dieser Zeit haben den Krieg überlebt. Unter ihnen viele Zeichnungen in der Berliner Illustrierten.

1933 - 1940

Berlin

1936

Berlin

1936

London

Für eine Reportage über das Rooseveltrennen in New York gewinnt Liska mehrere nationale und internationale Kurzfilmpreise. Er hält das Rennen auch zeichnerisch fest.

1937 - 1938

New York

Kriegseinsätze als Kriegsberichterstatter direkt an der Front prägen Liska sein Leben lang. Nachdem er die Einberufung in die Wehrmacht über viele Jahre erfolgreich vermieden hatte, wurde er 1940 in die Propagandaeinheit einberufen. Viele Jahre lang wurde er an alle großen Fronten geflogen und verarbeitete das Gesehene noch über viele Jahre danach.

1940 - 1945

Kriegsjahre

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1944

Berlin / Reichenbach

Kriegs-Skizzenbuch

Druck des weltberühmten Kriegsskizzenbuchs des Buhrbanck-Verlags durch Carl Werner Reichenbach i.V. mit Vorwort von Walther Kiaulehn.

Das Buch beschreibt das Soldatendasein an der Front in allen Facetten und spiegelt auch die Kriegswirren der letzten Jahre und die einhergehende Zerstörung von Mensch und Maschine eindrucksvoll wieder.

Die letzten Kriegsmonate erlebte Liska in Stübig bei Bamberg. Seine Kompanie wurde durch die einmarschierenden Besatzungstruppen aus Berlin ausgelagert. Dank seines Status als Selbstversorger war er zunächst in einem Gasthof untergebracht und entging einer Kriegsgefangenschaft. Auch von allen Vorwürfen jeglicher Mittäterschaft wurde Liska, der nie Mitglied der NSDAP war, umgehend freigesprochen.

Nach dem Krieg wurde Scheßlitz bei Bamberg zu seiner neuen Wahlheimat wo er seine Frau Lisl kennen lernte und kurz darauf heiratete. Er lebte und arbeitete hier für den Rest seines Lebens, erhatte zwei Töchter.

Kriegsende 1944

Stübig und Scheßlitz b. Bamberg

In den Nachkriegsjahren arbeitete Liska mit vielen großen illustrierten Magazinen wie der neu gegründeten "Quick" und anderen großen illustrierten Zeitschriften zusammen. Mit seiner detailreichen Fantasie erweckte er viele futuristische Visionen und Erfindungen zum Leben.

ab 1945

Stübig und Scheßlitz b. Bamberg

1949

Rom

Portrait für Papst Pius XI

Privataudienz in Rom beim Papst zur Erarbeitung eines Portraits zum Anlass des Heiligen Jahres. Das Portrait wurde als Titelseite der Zeitschrift "Quick" gedruckt.

Jahrelange Zusammenarbeit mit Daimler-Benz während der 50er Jahre war prägend für Liskas künstlerisches Schaffen. Durch die eindrucksvolle Darstellung rasanter Technik und deren Geschwindigkeit wurde Liska weltweit bekannt.

50er Jahre

Weltweite Zusammenarbeit mit Daimler-Benz

ab 1951

Publikationen

Als gefragter Werbegrafiker entwirft Liska Werbungen für viele namhafte deutsche Firmen, darunter die Kaufhof-AG, Degussa, Märklin, Quelle, die Farbwerke Hoechst, Mülhens (4711) und die Sektkellerei Henkell. Aber auch lokale Unternehmen wie die Rauchbierbrauerei Schlenkerla in Bamberg gehörten zu seinen Kunden.

50er / 60er Jahre

Werbegrafik Deutschlandweit

Liska publiziert große Teile seiner Heimat in mehreren Bildbänden.

60er / 70er

back to the roots

Gestorben in Wertheim

2. Weihnachtsfeiertag 1983

Liska im Weltkrieg
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seine Arbeit mit Daimler-Benz